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Fr., 24. März

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TTZ Marburg

Sarah Diehl liest aus „Die Freiheit, allein zu sein – eine Ermutigung“

Tickets an der Abendkasse
5,- erm./ 10,- Euro
Sarah Diehl liest aus „Die Freiheit, allein zu sein – eine Ermutigung“
Sarah Diehl liest aus „Die Freiheit, allein zu sein – eine Ermutigung“

Zeit & Ort

24. März 2023, 19:30

TTZ Marburg, Software-Center 3, 35037 Marburg, Deutschland

Über die Veranstaltung

Im Rahmen der Reihe „Narrative um Weiblichkeit, Selbstbestimmung und Mutterschaft – ein Diskurs zwischen Literatur, Medien und Wissenschaft“ stellt Sarah Diehl ihr Debattenbuch „Die Freiheit, allein zu sein – eine Ermutigung“ vor, das 2022 erschien.

Frauen hatten im Laufe der Geschichte kaum ein „Zimmer für sich allein“.  Auch heute gelten viele Freunde, viele Projekte und die Kleinfamilie als  Garanten für ein glückliches Leben. Woher kommen diese Vorstellungen und  warum hat sich bis heute kaum etwas daran geändert? Anhand von  kulturhistorischen Betrachtungen, Interviews und der Erkundung  verschiedener Lebensentwürfe entlarvt Sarah Diehl die Denkmuster, die  diesen Annahmen zugrunde liegen. Dabei blickt sie ebenso auf die  Bedeutung des Alleinseins innerhalb der Familie oder Partnerschaft, in der kreativen und politischen  Arbeit, wie in der Natur oder auf Reisen. Sie ermutigt, eigene Bilder über das Alleinsein zu hinterfragen  und die Einsamkeit immer wieder bewusst zu suchen. Denn nur so entziehen wir uns der Bewertung  durch andere und erkennen unsere wahren Bedürfnisse.  Zentral ist für Sarah Diehl, dass Alleinsein nicht nur als elementarer Teil der Selbstfürsorge essentiell  und absolut positiv ist, sondern dass es als wesentliche Triebfeder für Veränderung auch für das  gesellschaftliche Miteinander Bedeutung hat. Insofern fordert sie auch die Gesellschaft auf, neue  Antworten auf soziale Fragen rund um Familie und Fürsorge zu finden, aufgrund derer die Freiräume  von Frauen immer noch immens eingeschränkt sind, damit die grundlegende Freiheitserfahrung allen  selbstverständlicher zugänglich ist.

Sarah Diehl, geboren 1978, studierte  Museologie, Afrikawissenschaften  und Gender Studies und lebt als Autorin und Aktivistin in Berlin. Sie arbeitet zum Thema „Reproduktive Rechte im  internationalen Kontext“, hat hierzu bereits zwei Anthologien  herausgebracht und einen preisgekrönten Dokumentarfilm  gedreht: Abortion Democracy: Poland/South Africa. 2014 gründete  sie die NGO Ciocia Basia, die Frauen aus Polen hilft, sichere  Schwangerschaftsabbrüche zu organisieren. 2012 erschien ihr  Roman „Eskimo Limon 9“ im Atrium Verlag, 2014 die viel beachtete  Streitschrift „Die Uhr, die nicht tickt. Kinderlos glücklich“ im Arche  Verlag. Sarah Diehl ist als Autorin eine der wichtigsten Stimmen zu weiblicher Selbstbestimmung im deutschsprachigen Raum. Weitere Infos unter Home | Sarah Diehl (sarah-diehl.com)

Foto: © Ivo Mayer

Eine Veranstaltung des Marburger Literaturforum e.V. 

in Kooperation mit Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V., gefördert durch die Stadt Marburg

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